Tourdatum: 02.06.2011
Laufstrecke: ca. 11 km
Höhendifferenz: 180 m
Laufzeit gesamt: 3 Stunden
Schwierigkeit: leicht
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Von Aub zu Kunigundenkapelle - Teil 1
Wir fahren durch den Ochsenfurter Gau und parken unser Auto auf dem Marktplatz der Stadt Aub. Um 11.30 Uhr sarten wir unsere kleine Wanderung durch das Gollachtal und folgen dem Schild Richtung Jugendzeltplatz. Am Schloss ist dann schon der erste Wegweiser zur Reichelsburg. Weiter auf archäologischer Wanderpfad durch den Wald hinab an die Gollach, vorbei an Hügelgräbern und anderen Relikten aus der Vorzeit. Wir folgen der Gollach, kommen am Auber Fischweiher vorbei, und steigen kurz nach dem Weiher hinauf zur Ruine der Reichelsburg, erstmals erwähnt im Jahre 1230. Bis hierhin haben wir 30 Minuten gebracuht. Wir folgen der Gollach weiter auf einem guten Wanderweg, jetzt heißt es aufpassen, dass wir nicht die Abzweigung zur Teufelsschmiede verpassen. Ein kleines Schild im Wald zeigt uns den Weg, der jetzt über einen schmalen Pfad zur Teufelsschmiede, von der bei genauem hinsehen nur noch der alte Mühlgraben und Mauerreste zu erkennen sind, führt. Von der Ruine bis zur Schmiede ist es eine knappe halbe Stunde.Die Geschichte der Teufelsschmiede ist eng mit der der Reichelsburg verbunden. Sie liegt auf halbem Weg zwischen Reichelsburg und Kunigundenkapelle an dem kleinen Bach Gollach. An diesem ruhigen, fast schon unheimlichen Ort lebte in der Zeit der Bauernkriege der Sage nach ein Schmied, der wie kein anderer das Eisen bearbeiten konnte. Als sich die Bauern 1525 gegen ihre Herren erhoben, fehlten ihnen Waffen. Die bestellten sie beim Schmied.
Der arbeitete Tag und Nacht, um den Auftrag zu erfüllen und wurde trotzdem nicht fertig. Da bot sich der Teufel selbst als Schmiedegeselle an, um ihm bei der Arbeit zu helfen. Allerdings musste ihm der Schmied seine Seele verpfänden. Der Sage nach konnte der Schmied zwar den Auftrag nun erfüllen, bald darauf kam aber der Teufel und holte sich die arme Seele des Schmieds. Er hatte aber auch eine bildhübsche Tochter, die ausgerechnet in den Truchseß von Baldersheim verliebt war. Als sie von dem Vorhaben der Bauern, die Reichelsburg zu überfallen, hörte, schlich sie zu ihrem Geliebten um ihm den Plan zu verraten. Der Truchseß mit seinen Leuten kam den Bauern aber zuvor. Noch in der Schmiede überrumpelten sie die Bauern. Der Schmied selbst konnte entkommen. Aus Wut ließ der Truchseß ließ die Schmiede niederbrennen.
Eine von vielen Sagen um die Reichelsburg, die Schmiede und die Kunigundenkapelle.
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